Die Liquidation einer GmbH ist ein klar geregelter Prozess zur Auflösung einer Gesellschaft. Unternehmer greifen darauf zurück, wenn eine GmbH nicht verkauft, sondern vollständig beendet werden soll – freiwillig oder aus wirtschaftlichen Gründen.
03/04/2025 Auktionen, Insolvenz
Dieser Artikel beantwortet alle zentralen Fragen und zeigt den Unterschied zum Verkauf, den Ablauf des Sperrjahrs, die Rolle des Liquidators und vieles mehr.
Die Liquidation bezeichnet die geordnete Auflösung einer GmbH mit dem Ziel, alle Vermögenswerte zu verwerten, offene Verbindlichkeiten zu begleichen und das Restvermögen an die Gesellschafter auszuschütten. Am Ende steht die Löschung der GmbH im Handelsregister – sie existiert dann nicht mehr rechtlich.
Beim Verkauf bleibt die GmbH als juristische Person bestehen, lediglich Gesellschafterstruktur oder Geschäftsführung ändern sich. Die Firma kann unter neuem Eigentümer weitergeführt werden.
Bei der Liquidation hingegen wird die GmbH endgültig geschlossen. Diese Option bietet sich an, wenn:
Fazit: Verkauf ist Übergabe – Liquidation ist Abwicklung.
Die Liquidation folgt einem gesetzlich vorgeschriebenen Ablauf gemäß §§ 60 ff. GmbHG:
Das Sperrjahr beginnt mit der Eintragung der Liquidation im Handelsregister. Es dauert mindestens 12 Monate und dient dem Gläubigerschutz. In dieser Zeit müssen sich Gläubiger melden können. Eine vorzeitige Beendigung ist nicht möglich – das Sperrjahr ist zwingend.
Ja. Der Gesellschafterbeschluss zur Auflösung der GmbH muss notariell beurkundet werden, ebenso die Anmeldung zum Handelsregister. Der Notar übernimmt auch die elektronische Einreichung der Beschlüsse.
Der Liquidator übernimmt die Geschäftsführung während der Abwicklung. Er hat dieselben Rechte und Pflichten wie ein Geschäftsführer – allerdings mit dem Ziel der Beendigung der GmbH.
In der Regel wird der bisherige Geschäftsführer zum Liquidator bestellt, sofern die Gesellschafter keinen anderen benennen. Die Bestellung erfolgt durch Gesellschafterbeschluss und muss im Handelsregister eingetragen werden.
Der Liquidator hat folgende Aufgaben:
Wichtig: Der Liquidator haftet für Pflichtverletzungen – insbesondere bei Vernachlässigung von Gläubigerinteressen.
Die Kosten variieren, je nach Umfang und Komplexität. Grobe Richtwerte:
Tipp: Wird der Geschäftsführer selbst zum Liquidator bestellt, können Honorare gespart werden.
Nicht sofort. Das Bankkonto der GmbH bleibt bis nach Ende der Liquidation aktiv, um Zahlungen abzuwickeln. Erst nach Verteilung des Vermögens und Abschluss aller Transaktionen kann das Konto aufgelöst werden.
Die GmbH gilt als liquidiert, wenn sie im Handelsregister gelöscht wurde. Dies erfolgt nach:
Nach Begleichung aller Verbindlichkeiten wird das verbleibende Restvermögen anteilig an die Gesellschafter verteilt. Grundlage dafür ist der letzte Gesellschafterbeschluss bzw. der Gesellschaftsvertrag.
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Unsere Leistungen im Rahmen einer GmbH-Liquidation:
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Die Liquidation einer GmbH ist ein komplexer, aber klar strukturierter Vorgang mit rechtlichen, steuerlichen und organisatorischen Pflichten. Wer diesen Weg geht, sollte alle Fristen einhalten, die Gläubigerinteressen wahren und den Überblick über Vermögenswerte behalten. Ein erfahrener Liquidator, eine vorausschauende Planung und die professionelle Verwertung von Betriebsvermögen sind entscheidend für eine reibungslose Abwicklung.
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